21.08.2020

Resultate

Biologie-Olympiade während Corona

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie es eigentlich mit der Biologie-Olympiade nach Ausbruch der SARS-CoV-2 – Pandemie weiterging?

Nach einem guten Start ins Olympiaden-Jahr 2020 (mit neuem Teilnehmerrekord bei der ersten Runde) lief nach der zweiten Theorie-Prüfung im Februar auch bei der Biologie-Olympiade nichts mehr wie geplant. Der Bundesrat verordnete aufgrund der SARS-CoV-2 – Pandemie im März ein Versammlungsverbot. 

 

Laborwoche an Uni Bern abgesagt

Die jährlich stattfindende SBO-Woche, bei der die 20 besten Teilnehmenden im Labor viele praktische Erfahrungen sammeln dürfen und die besten KandidatInnen für die Internationale Biologie-Olympiade ermittelt werden, musste abgesagt werden. Die Rangliste der theoretischen zweiten Runde bildet daher die finale Rangliste der Biologie-Olympiade 2020.

Die SBO-Woche ist ein wichtiger Teil der Biologie-Olympiade. Begabte und interessierte Jugendliche erhalten Einblicke in die praktische Arbeit der Biologie, die in diesem Umfang während des Gymnasiums nicht möglich sind. Wir hoffen daher sehr, dass die Durchführung nächstes Jahr wieder möglich sein wird.

 

Digitale Alternative für die Internationale Biologie-Olympiade in Japan

Auch die internationale Olympiade wurde abgesagt. Als Ersatz erstellte das Organisations-Komitee in Japan eine digitale Alternative, die weltweit lokal durchgeführt werden konnte. Die vier besten der zweiten Runde der Schweizer Biologie-Olympiade durften daran teilnehmen. Sobald Trainings im kleineren Rahmen wieder verantwortbar waren, organisierte der Verein eine Botanik-Exkursion im Hochmoorgebiet Simplonpass, sowie Trainings in den Laboren der Universität Bern. Das Ansteckungsrisiko wurde stets möglichst klein gehalten.


Um den Teilnehmenden auch den internationalen Austausch zu ermöglichen, der ein wichtiger Faktor einer internationalen Biologie-Olympiade ist, organisierte der Verein ibo|suisse zudem die gemeinsame Durchführung der IBO-Challenge mit dem niederländischen Team.

 

Botanik-Exkursion und Labortraining

Kalila Hörler, Finalistin der Biologie-Olympiade erzählt von ihren Erfahrungen bei den Vorbereitungen auf die Internationale Olympiade: «Als wir an einem Abend feststellten, dass kaum jemand von uns grosse Ahnung von Statistik hat, wurde ohne Zögern das nächste Trainingswochenende verlängert und ein Crashkurs organisiert. Durch diese Spontanität und den Miteinbezug von uns Teilnehmer*innen fühlte ich mich sehr gut aufgehoben.» 

 

«Das Highlight der Trainings war für mich die Wanderung auf dem Simplon, bei welcher wir unsere Ökologie-, Syematik- und Pflanzenkenntnisse aufbessern konnten. Es gefiel mir sehr, so natur- und praxisnah zu arbeiten!» Kalila Hörler, Finalistin

 

Wir hoffen, das folgende Olympiaden-Jahr wieder normal durchführen zu können, werden aber auf alle Fälle mögliche Alternativen bereit halten. In diesem Sinne wünschen wir nun allen Teilnehmenden viel Erfolg bei der ersten Runde und bleibt gesund!

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