21.07.2026

Medienmitteilung

Biologie-Olympioniken gewinnen in Litauen Medaillen und neue Freunde

302 Teenager aus rund 80 Ländern trafen sich vom 12.-19. Juli in Vilnius, um an der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) das Leben zu erforschen. Die Prüfungen erforderten viel Wissen, aber auch Fingerspitzengefühl und Stressresistenz: So mussten die Teilnehmenden zum Beispiel unter Zeitdruck das Mundwerkzeug einer Fliege sezieren. Vier Jugendliche aus der Schweiz und eine Liechtensteinerin waren dabei:
Von links nach rechts: Zuzanna Scislowicz, Lukas Müller, Alea Ducret, Benjamin Meyer. (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Von links nach rechts: Alea Ducret, Karolina Kiss (Liechtenstein), Lukas Müller, Benjamin Meyer, Alea Ducret. (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Karolina bei der Prüfung. (Quelle: IBO 2026)
Benjamin Meyer (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Alea Ducret (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Lukas Müller (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Zuzanna Scislowicz (Quelle: Schweizer Biologie-Olympiade)
Karolina Kiss (Quelle: IBO 2026/Schweizer Biologie-Olympiade)
Lukas mit dem Team-Maskottchen bei einem Ausflug. (Quelle: IBO 2026)
  • Alea Ducret, Gymnasium Muttenz (BL)
  • Benjamin Meyer, Alte Kantonsschule Aarau (AG)
  • Lukas Müller, Gymnasium Liestal (BL)
  • Zuzanna Scislowicz, Kantonsschule Baden (AG)

Benjamin Meyer gewann Silber, die Goldmedaille verpasste er nur knapp. Lukas Müller und Alea Ducret gewannen je Bronze. Zuzanna Scislowicz hatte sich beim nationalen Finale im April eigentlich nicht für die internationale Runde qualifiziert, konnte aber aufgrund einer Krankmeldung am Vortag der Abreise noch nachrücken.

Das Fürstentum Liechtenstein wurde von Karolina Kiss (Liechtensteinisches Gymnasium) vertreten. 

Zeitdruck im Labor

Wer an der IBO punkten will, braucht Ausdauer: Die Teilnehmenden schreiben sechs Prüfungen in einer Woche. Zwei dreistündige schriftliche Prüfungen prüfen das Theoriewissen, dazu kommen vier Praktika, zum Beispiel in Molekularbiologie, Tierphysiologie oder Bioinformatik. “Man kommt an den Prüfungen halt nicht vorbei, aber eigentlich war es cool, sich mit anderen im Fach zu messen”, so Zuzanna. Alea fühlte sich von der Schweizer Biologie-Olympiade eigentlich gut vorbereitet, doch die Zeit sei sehr knapp gewesen. Benjamin fand die Prüfungen spannend und teilweise anspruchsvoll. “Zum Beispiel mussten wir das Mundwerkzeug einer Fliege sezieren, das war etwas klein.” 

VIDEO-INTERVIEW MIT DEN SCHWEIZER TEILNEHMENDEN

Gemeinschaftsgefühl statt Medaillen-Neid

Die Teamleiterinnen Noemie Allet und Luisa Henke loben die reibungslose Organisation in Litauen und die Leistung ihrer fünf Teilnehmenden. “Sie haben alles gegeben, hatten Spass und haben Kontakte aus der ganzen Welt geknüpft”. Die Community der IBO sei sehr cool und offen, so Alea: “Bei der Schlusszeremonie haben sich alle füreinander gefreut.” Das Gemeinschaftsgefühl entstand unter anderem bei gemeinsamen Ausflügen, zum Beispiel zur historischen Burg Trakai. Lukas auch schwärmt von nächtlichen Brettspiel-Sessions mit Leuten aus aller Welt:  “Es war eine einzigartige Chance und ich freue mich darauf, mit all diesen Leuten in Kontakt zu bleiben und Teil dieses internationalen Netzwerks zu sein."

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben. Wer mitmachen möchte, kann nach den Sommerferien online an den ersten Runden teilnehmen. Jetzt spenden.

Bilder

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