30.04.2019

Medienmitteilung

Walliser Schülerin an der Spitze der Biologie-Olympiade

Eine Walliserin, ein Thurgauer und zwei Baselbieter haben Gold gewonnen bei der Schweizer Biologie-Olympiade diesen Sonntag an der Universität Bern. Die vier Jugendlichen qualifizieren sich damit für die internationale Olympiade, die vom 14. bis am 21. Juli 2019 in Szeged, Ungarn stattfindet.

Gold für Niklas Wiesmann, Jannik Wyss, Jeremy Feusi und Noemie Allet. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade. Download siehe unten.

Silber für Valentin Baumann, Orna Frohnert, Mathis Erler und Andrea Audétat. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Bronze für Lisa Keller, Sean Dauwalder, David Jenny und Raphael Zumbrunn. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Die Finalistinnen und Finalisten. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Labor. Bild: Biologie-Olympiade

Labor. Bild: Biologie-Olympiade

Labor. Bild: Biologie-Olympiade

Labor. Bild: Biologie-Olympiade

Noemie Allet. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Niklas Wiesmann. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Jeremy Feusi. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Jannik Wyss. Bild: Andreas Zingg, Biologie-Olympiade

Gold geht an:

  • Noemie Allet, Kollegium Spiritus Sanctus (VS)
  • Niklas Wiesmann, Gymnasium Oberwil (BL)
  • Jeremy Feusi, Kantonsschule Kreuzlingen (TG)
  • Jannik Wyss, Gymnasium Oberwil (BL)

Vor ein paar Monaten hatten sich über 1'200 Schülerinnen und Schüler für den Wettbewerb angemeldet. Die Biologie gehört damit zu den Olympiaden, die am meisten Jugendliche anzieht. Die 18 Finalistinnen und Finalisten, die letzte Woche noch im Rennen waren, hatten daher allen Grund, stolz auf sich zu sein. Die 19-jährige Noemie Allet aus Sion platzierte sich auf dem 1. Platz. Da sie sich auch für das Final der Chemie-Olympiade qualifizierte, das gleichzeitig stattfand, musste sie sich für ein Fach entscheiden. Die Wahl fiel auf die Biologie, weil sie dort besser klassiert war bei den Vorausscheidungen. Noemie freut sich sehr über die Goldmedaille, vor einem Jahr holte sie sich bereits Silber. Auf den internationalen Wettbewerb ist sie sehr gespannt, sie geht davon aus, dass das Niveau sehr hoch sein wird.

 

Laktose, Bio-Informatik und ein kleiner Tintenfisch

Die Prüfungen dauerten rund 40 Stunden: Von Mittwoch bis Samstag verbrachten die Jugendlichen ihre Tage im Labor. Sie mussten zum Beispiel Milch ohne Laktose herstellen mithilfe von Enzymen und Bakterien. Oder sich in Bio-Informatik üben: Dank spezialisierten Datenbanken und Internettools konnten sie Gensequenzen genau unter die Lupe nehmen. Ausserdem hantierten die Finalisten mit dem Skalpell, um kleine Tintenfische und Schweineaugen zu sezieren. Die Sektion war nicht Noemie Allets Lieblingsexperiment: die junge Walliserin, die im Herbst mit dem Biologie-Studium an der ETH Zürich beginnt, bevorzugt die Molekularbiologie.

 

 

Viele Experimente und motivierte Freiwillige

Der Westschweizer Finalist Matthieu Blanchard hat knapp eine Bronzemedaille verpasst. Der Freiburger hat es trotzdem genossen: "Hier hatten wir die Möglichkeit, Dinge zu sehen und zu tun, die wir in der Schule nie tun würden." Man sei über die Theorie hinaus gegangen: "Wir waren gezwungen, selber zu denken und es gab viel mehr Experimente als in der Schule." Im November 2018 bereiteten sich die Finalisten in einem Lager auf die Prüfung vor. Das Programm sei dicht gewesen, doch sie hätten viel Spass zusammengehabt und seien von "ultra-motivierten Freiwilligen" trainiert und motiviert worden, erzählt Matthieu dankbar. Ähnlich wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen will er sich auch als Freiwilliger für die Olympiade engagieren − nebst seinem Medizinstudium, das er in einigen Monaten in Fribourg beginnt.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 3'500 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

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