27.08.2020

Zweifache Bronze für die Schweiz an Internationaler Biologie-Olympiade

Eigentlich hätte die Internationale Biologie-Olympiade, kurz IBO, dieses Jahr in Japan stattfinden sollen. Doch dann kam die Pandemie und die IBO wurde durch einen virtu-ellen Wettbewerb ersetzt. Auf den persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Ländern mussten diese vier Schweizer Talente aber nicht ganz verzichten:

Das Schweizer Team und das Holländische Team (Bild: Sarah Hilfiker)

Von rechts nach links: Kalila Hörler, Kaspar Lanz, Anna Salud, Orna Frohnert (Bild: Sarah Hilfiker)

Kaspar Lanz. (Bild: Kaspar Lanz)

Anna Salud. (Bild: Anna Salud)

Schon letztes Jahr erfolgreich mit dabei: Orna Frohnert mit ihrer Silbermedaille am Finale der Schweizer Biologie-Olympiade 2019. (Bild: Biologie-Olympiade)

Kalila Hörler (Bild: Kalila Hörler)

Das Logo der "IBO Challenge" aus Origami gebastelt. (Bild: Kalila Hörler)

  • Anna Salud, Gymnasium Oberwil (BL)
  • Kalila Hörler, Alte Kantonsschule Aarau (AG)
  • Kaspar Lanz, Gymnasium Lerbermatt (BE)
  • Orna Frohnert Berufsschule Aarau (AG)

 

Wie am 24. August verkündigt wurde, erhalten Anna Salud und Kaspar Lanz je eine Bronzemedaille.

 

Niederlande statt Nagasaki

Qualifiziert haben sich Anna, Kalila, Kaspar und Orna durch ihre Leistungen an der Schweizer Biologie-Olympiade. Wie die Internationale Biologie-Olympiade lief auch diese lief wegen der Pandemie etwas anders ab: Das Finale fiel dieses Jahr aus. Stattdessen bekamen die besten vier Teilnehmenden der zweiten Runde die Chance, sich auf internationalem Niveau zu beweisen. Auch wenn die Internationale Biologie-Olympiade durch die virtuelle «IBO Challenge» ersetzt wurde, sassen die Jugendlichen nicht nur zuhause vor dem Computer, sondern fuhren nach Amersfoort, wo sie am 11. und 12. August gemeinsam mit holländischen Nachwuchsbiologinnen und -biologen die digitalen Prüfungen schrieben. Die theoretischen Prüfungen konnte problemlos digital durchgeführt werden. Praktische Prüfungen im Labor waren aus der Ferne jedoch nicht möglich. Die Teilnehmenden mussten stattdessen Bilder analysieren und Bioinformatik-Aufgaben lösen.

 

Ein gutes Gemeinschaftsgefühl

Nach den Prüfungen erkundete das Schweizer Team noch ein paar Tage lang die Niederlande. Kaspar genoss die Landschaft und das gute Gemeinschaftsgefühl, welches unter den Teilnehmenden herrschte. Auch Anna fand es gut, dass der soziale Aspekt nicht zu kurz kam. «Es wäre sicher interessant gewesen, nach Japan zu reisen und Leute aus ganz vielen Ländern zu treffen. Andererseits war es auch schön, weniger Leute besser kennenzulernen», meint sie. Die Biologie-Olympiade, bei der sie auf Empfehlung ihres Lehrers mitgemacht hat, hat ihr so gut gefallen, dass sie nächstes Jahr auf jeden Fall nochmal mitmachen will. Kaspar, der sich seit seiner Kindheit für Biologie interessiert, wurde ebenfalls von seinem Lehrer auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Er hat dieses Jahr das Gymnasium abgeschlossen und studiert ab September Agrarwissenschaften an der ETH Zürich. Für den Studiengang hat er sich entschieden, weil dieser Biologie und einen starken Praxisbezug verbindet. Kaspar interessiert sich dafür, wie sich die Menschheit in Zukunft ernähren wird und wie beispielsweise der Klimawandel die Landwirtschaft verändern wird.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

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Lara Gafner

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